Landschaftsbank
In der Vorstellung ist die Zeit der Baustelle noch immer eine Zeit der Unbestimmtheit, die die Erwartung dessen, was kommen wird, noch verstärkt.
Temporäres Mobiliar und urbane Zeitlichkeit
Der brachliegende Rasenstreifen, auf seiner ganzen Länge nach Süden/Westen ausgerichtet, nimmt das temporäre Mobiliar mit dem Titel „Landschaftsbank“ auf. Es begleitet den Abschluss der Baustellen der ZAC Bords de Seine – ANRU und nimmt die bestehenden Nutzungen auf, denen es etwas mehr Urbanität und Würde verleiht (Sitzen, Picknick, Verabredungen, Treffen). Sein Bau und seine Präsenz vor Ort sind ein urbaner Akt und stellen die landschaftlichen und nutzungsbezogenen Qualitäten bereit, die im Entwurf der künftigen Fußgängerpromenade vorgesehen sind (grüne Salons, bepflanzte Plätze, Vorplätze, abgesenkter Garten). Durch diesen Ansatz der Vorwegnahme wird die Bauzeit zu einer lebendigen Zeit, die den Bewohnern schon jetzt die Qualitäten eines gemeinsam genutzten Raums bietet.
Ein Mobiliar der Vorwegnahme
Die Aufstellung der Landschaftsbank vor Ort für anderthalb Jahre ist an sich schon ein Prozess, in dem die Nutzungen der künftigen öffentlichen Räume der Fußgängerpromenade getestet und verfeinert werden. Der temporäre Charakter des Mobiliars erlaubt es nämlich, räumliche Typologien zu erproben, um jene weiterzuentwickeln, die gut funktionieren, oder umgekehrt auf jene zu verzichten, die sich als überholt oder problematisch erweisen.
Eine reversible, ressourcenschonende Installation: zerlegbares Mobiliar aus rohem Holz und Birken in Containern, die später in der künftigen Promenade gepflanzt werden.
- Status
- Realisiert
- Ort
- Bezons (95870)
- Auftraggeber
- Sequano Aménagement
- Team
- G.Brusset + atelier eem
- Fläche
- 500m²
- Jahr
- 2014–2018
- Materialien
- Holzbohlen + Betula utilis + Kalksteinschotter
- Fotografie
- © Pierre-Yves Brunaud














Fotografie : © Pierre-Yves Brunaud